Wenn der Schreibende der Baum ist am Fuße des Berges, dann ist die Autorengemeinschaft der grüne Wald, die Lunge der Gesellschaft, durch die der Wind der Zeit atmet. Und wenn der Berg das vollbrachte Werk einer Generation ist, dann verbindet die Gebirgskette ihn mit dem Gestern und dem Morgen, dem Relief unserer (Kultur-) Landschaft. Wenn es aber wahr ist, dass wir im Tal leben, müssten wir dann nicht ab und an auf diese Gipfel steigen und unsere Berge studieren? Ich sehe breite Spazierwege und schroffe Klippen, bimmelnde Kuhglocken und bröckelnde Felsmassen, duftende Blumenwiesen und in die Tiefe donnernde Lawinen. Da sollen wir einen Zaun bauen, dort müssen wir ihn niederreißen. Worte beflügeln, Worte erdrücken, und wortreich erschaffen wir unser Alphabet.
Ausblick:
Ich wünsche mir, dass unser Literaturwald noch besser geschützt wird. Förster sollen ausgebildet werden, Kinder sollen die verschiedenen Waldbewohner kennenlernen, bedrohte Lebewesen einen sicheren Ort finden und diverseste Pflanzen gedeihen dürfen.
SAAV-Jubiläumstext 2020